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Naherholungsgebiete der Region mit Verantwortung geniessen

Die Menschen entdecken aktuell die Naturperlen der Region und suchen nach Musse und
persönlicher Entfaltung. Damit der Ansturm auf die Naherholungsgebiete auch für die Fauna und Flora verkraftbar bleibt, sind Sorgfalt und Rücksichtnahme gefragt.

Mit dem Spruch «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?» verbinden wir
diesen Sommer Erlebnisse vor der Haustüre. Das Linthgebiet ist wie geschaffen für naturnahe
Ausflüge, aber der Druck, der bereits jetzt sichtbar verstärkt auf den Naherholungsgebieten
lastet, bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Die meisten Menschen verhalten sich korrekt,
richten sich nach den allerorts angebrachten Signalisationen und gehen mit gesundem
Menschenverstand ihren Aktivitäten nach. Aber einige Naherholungsgebiet-Nutzer sind sich
nicht bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten Schaden anrichten können. Beobachtungen der
letzten Tage und Wochen lassen aufhorchen und rufen nach Sensibilisierung zum Thema. So
waren beispielsweise am Pfingstwochenende viele sportliche Zweiradfahrer unterwegs und
erklommen selbst den Federispitz, wie der Schänner Ortsgemeindepräsident Roger Büsser
bestätigt. Er appelliert an die Biker, die ausgewiesenen Strecken zu nutzen. Auch die
Ortsgemeinde Benken muss leider auf nicht korrektes Verhalten von Bikern aufmerksam
machen (Seite 5). Ebenso verzeichnet Corina del Fabbro, Geschäftsstellenleiterin des
Kaltbrunner Riets mehr Verstösse im Schutzgebiet. «Aktuell sind wir in der Brutzeit. Wenn
sich Riet-Besucher nicht an die Verhaltensregeln halten, stören sie die brütenden Vögel
empfindlich.» Von den Wegen und Aussichtstürmen aus könne man das Geschehen im Riet
gut beobachten. Auch der Infopavillon ist offen und es finden wieder spannende
Veranstaltungen statt (beispielsweise die botanische Exkursion am Abend des 26. Juni).

Neues Phänomen: naturnahes Campieren
René Hager, Präsident ad interim der Ortsgemeinde Kaltbrunn bestätigt ebenfalls, dass bei einigen die Lust am individuellen Genuss in der Natur manchmal über der Vernunft steht, sich
angemessen zu verhalten. Konkret nennt er das Littering im Waldlehrpfad. Weiter führe
insbesondere der grosse Ansturm in die Wengi dazu, dass Autos unsachgemäss abgestellt
werden. Hier helfe es schon, so Hager, wenn man sich im Vorfeld ein paar Überlegungen zur
Anreise macht und sein Auto etwas weiter weg – dafür korrekt – parkiert und ein paar Schritte mehr in Kauf nimmt. Ins gleiche Thema hinein gehen Campingfreunde, die ihre Wagen «wild» abstellen oder ihre Zelte irgendwo aufbauen, sprechen René Hager und auch Albert Glaus, Präsident der Ortsgemeinde Benken, dieses im Zuge von Corona neu aufgetretene Problem an. Als Sofortmassnahme mussten Verbotstafeln an den entsprechenden Stellen aufgestellt
werden. Glaus betont, dass es schade sei, wenn man als letztes Mittel zu Verboten greifen müsse. So werden wegen wenigen «Sündern» am Ende alle bestraft: «Ich bin überzeugt, dass mit gegenseitigem Respekt und gutem Willen alle Interessengruppen nebeneinander Platz haben.»

Respekt gegenüber Wildtieren und Nutztiere
Gerade in der Zeit des Lockdowns hat Wildhüter Benedikt Jöhl viele Berggänger beobachtet, die schon früh im Jahr in viel höhere Lagen aufgestiegen und in Wildlebensräume eingedrungen sind. Auch hier brauche es nicht nur den Mahnfinger, so Jöhl, sondern eine sachliche Aufklärung und die persönliche Ansprache. «Neben den Wildtieren im Wald muss man auch dem Vieh auf den Weiden mit Respekt begegnen», so der Tenor aus der
Landwirtschaft. Saubere Wiesen – ohne Hundekot und Abfälle – sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Zudem treffen Spaziergänger und Wanderer immer öfter auf Mutterkuhherden in der Ebene und auf den Alpen. Wer die Verhaltensregeln beachtet, vermeidet Unfälle.

Fazit: Wir sind alle eingeladen, unsere Natur und Landschaft diesen Sommer ausgiebig zu
geniessen – aber bitte mit Rücksicht auf Tiere, Pflanzen und unsere Mitmenschen.



Datum der Neuigkeit 27. Juni 2020