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26.03.2019 08:25:53


Gemeinderat beantragt erneut Steuersenkung

Die Jahresrechnung 2018 der Politischen Gemeinde Kaltbrunn schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 442 942 ab. Im Vergleich zum geplanten Defizit von Fr. 562'700 entspricht dies einer Besserstellung von rund einer Million Franken.

Dieses erfreuliche Ergebnis ist auf Besserstellungen in diversen Bereichen zurückzuführen. Einen wesentlichen Anteil am Gewinn ist auf die Erträge der Grundbuchgebühren und Handänderungssteuern zurückzuführen, welche um rund Fr. 195'000 besser abschliessen. Die Erträge der Einkommens- und Vermögenssteuern fallen rund Fr. 172'000 besser aus als budgetiert.

Bei den Aufwandkonten trugen wesentliche Einsparungen beim Winterdienst der Gemeindestrassen (+ Fr. 43'000) sowie bei den Beiträgen für den öffentlichen Verkehr (+ Fr. 35'700) zum positiven Ergebnis bei. Für die Pflegefinanzierung wurden der Gemeinde ca. Fr. 64'600 weniger als budgetiert verrechnet. Im Bereich Bildung resultiert hauptsächlich dank geringerem Personalaufwand eine Besserstellung von Fr. 176'961, was 1,4 Prozent des Bruttoumsatzes der Schule entspricht.

Die Gemeinde Kaltbrunn führt seit mehreren Jahren eine Strassenunterhaltsplanung, bei welcher eine jährliche Unterhaltsquote festgelegt ist. Die nicht benötigte jährliche Quote konnte in den letzten Jahren in die Strassenunterhaltsreserve eingelegt werden. Mit Einführung des neuen Rechnungsmodells RMSG ist dies nicht mehr möglich. Aufgrund der Auflösung der Unterhaltsreserve per Ende Jahr resultiert beim Strassenunterhalt ein Minderaufwand von rund Fr. 147'600.

Einführung neues Rechnungsmodell
Per 1. Januar 2019 wird das neue Rechnungsmodell RMSG eingeführt. Nebst dem neuen Kontorahmen, welchen unsere Gemeinde bereits im Jahre 2017 eingeführt hat, ändern sich die Vorschriften betreffend Abschreibungen der aktivierten Ausgaben sowie Aktivierungsgrenze. Die Abschreibungen erfolgen neu linear nach der zu erwartenden Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern fallen dadurch in der Regel wesentlich länger aus als im bisherigen Rechnungssystem.

Der Gemeinderat hat die Abschreibungsdauern für die verschiedenen Anlagekategorien im unteren Bereich der Vorschriften festgelegt. Weiter hat er die Aktivierungsgrenze für die Verbuchung in der Investitionsrechnung wie bisher bei Fr. 75'000 belassen. Es gilt zudem zu beachten, dass in Zukunft Unterhaltsarbeiten unabhängig vom Betrag konsequent in der Erfolgsrechnung zu belasten sind. Diese und weitere Änderungen lassen einen Vergleich mit dem Vorjahr nur bedingt zu.

Budget 2019 mit Steuerfusssenkung
Mit dem Budget 2019 schlägt der Gemeinderat eine Steuerfusssenkung von 2 Prozent vor. Damit kommt der Gemeindesteuerfuss neu auf 108 Prozent zu liegen. Seit 2012 kann der Steuerfuss somit zum fünften Mal um total erfreuliche 26 Prozent gesenkt werden.

Unter Berücksichtigung dieser Steuerfusssenkung sieht das Budget 2019 einen Ertragsüberschuss von Fr. 101'700 vor. Bei der einfachen Steuer der Einkommens- und Vermögenssteuern des laufenden Jahres wird mit einer Zunahme von 3,8 Prozent gerechnet. Die Abschreibungsquoten fallen aufgrund der längeren Nutzungsdauern wesentlich tiefer aus. Mehraufwendungen sind bei den Unterhaltsarbeiten sowie für einmalige Projekte vorgesehen. Der letztjährige Bezug aus der Strassenunterhaltsreserve entfällt.

Investitionsrechnung
Im Budget 2019 sind Nettoinvestitionen von Fr. 8'679 200 vorgesehen. Die grössten Beträge entfallen auf die bereits bewilligten Projekte Neubau Feuerwehrdepot und Umbau Schulhaus Altbreiten. Da das Alterszentrum Sonnhalde ab 1.1.2019 als unselbständiges Gemeindeunternehmen geführt wird, wird dieses Budget nun separat veröffentlicht.
Detailliertere Informationen zum Rechnungsabschluss 2018 bzw. zum Budget 2019 werden im Jahresbericht 2018 veröffentlicht. Die Beschlussfassung erfolgt anlässlich der Bürgerversammlung vom 4. April 2019.


Auszug Rechnung 2018
 

Datum der Neuigkeit 15. März 2019
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