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Geschichte in Kürze

 

Wollen Sie mehr über Kaltbrunn und dessen Geschichte erfahren? Dies können Sie im Buch "Kaltbrunn - Viel Geschichte" von Beat Frei nachlesen. Das Werk ist bereits vergriffen. Geschichtsinteressierte dürfen sich aber freuen: mit der nächsten Auflage erfolgt auch eine inhaltliche Aufdatierung seit Erscheinungsjahr 2006. Hier können Sie die neue Auflage vorbestellen.

Im 5./6. Jahrhundert wanderten die Alemannen in die Gegend um Kaltbrunn ein. Funde beweisen sogar, dass diese Region schon in vorchristlicher Zeit bewohnt war. Ebenso wurde die Existenz einer Verbindungsstrasse vom Mittelland nach Graubünden festgestellt. Da diese Verbindungsstrassen nicht nur von Kaufleuten, Reisenden und geordneten Heeren benutzt wurden, fühlten sich die Einwohner entlang der Strassen vielfach verunsichert. Zu ihrem persönlichen Schutz, aber auch zum Schutz der Tiere, bauten sich die Anwohner Fluchtburgen. Noch heute wird der nördliche Ausläufer des Gasterholzes "Schlossbüchel" genannt.

Der Ursprung des Namens Kaltbrunn ist nicht genau feststellbar. In frühen geschichtlichen Aufzeichnungen wird die Siedlung "Chaldebrunna" genannt. Ab dem 13. Jahrhundert wird in Urkunden "Chaltbrunnen" geschrieben. Die jetzt gültige Schreibweise „Kaltbrunn" ist auf das Jahr 1857 zurückzuführen. Wahrscheinlich ist der Hof "Chaldebrunna" schon frühzeitig in den Besitz deutscher Fürsten gelangt. Leider wurde dies nie dokumentiert.

Die erste urkundliche Erwähnung des Hofes "Chaldebrunna" reicht ins Jahr 940 zurück. Kaltbrunn umfasste damals ungefähr das Gebiet der heutigen Gemeinde. Ausgenommen waren das Wengital und das Gebiet Altwies, das erst ab 1790 dauernd bewohnt wurde. Sie gehörte jedoch bis 1876 zur Pfarrei Benken. Das Wengital war Allmend und als solche gemeinsamer Besitz der Gastergemeinden. Im 18. Jahrhundert wurde dieses Gebiet unter den einzelnen Gemeinden aufgeteilt.

Die Einwohner des Hofes "Chaldebrunna" wurden durch die Schenkung an das Kloster Einsiedeln zinspflichtig. Aus dem 12. und 13. Jahrhundert sind Urkunden über Abgaben der einzelnen Gehöfte vorhanden. Diese Abgaben bestanden hauptsächlich aus Naturalien wie Schafe, Eier, Weizen, Gemüse und Wein. Für jedes Gut bestand eine eigene Zinsrechnung.

Die niedrige Gerichtsbarkeit besass einst der Abt, die höhere der Schirmvogt des Klosters. Es waren dies:
die Nellenburger, die Edlen von Uster, Rapperswil, Toggenburg, Habsburg und der Stand Schwyz.

Die Verwaltung lag bis 1434 bei den Meiern. Später bestimmte der Abt einen Ammann und einen Hofschreiber.

Kaltbrunn blieb bis zum Einmarsch der Franzosen im Jahre 1798 unter der Herrschaft des Klosters Einsiedeln. In der Zeit der Helvetik, 1798 bis 1803, gehörte die Gemeinde dem neu gebildeten Kanton Linth an. Durch die Mediationsakte wurde 1803 die noch heute gültige Umgrenzung des Kantons St. Gallens festgelegt.


Dorfbrand

Am 24. April 1794 verbrannte eine Magd Laub vor der Jostenkapelle im Dorf. Durch Unvorsichtigkeit geriet die Kapelle in Brand, und das Feuer breitete sich in Windeseile über das ganze Dorf aus. Alle Gebäude vom Oberdorf bis zum Dorfplatz wurden zerstört. Dazu zählten 17 Wohnhäuser, verschiedene Werkstätten und Speicher.

Der untere Teil der grossen Brandstätte wurde zur Einrichtung eines gut geplanten Dorfzentrums genutzt. So siedelten sich hier diverse Gasthäuser an und 1821 wurde das Werk mit dem Bau der Pfarrkirche gekrönt, vor deren dominierender Fassade ein rechteckiger Dorfplatz errichtet wurde.


Schieferkohle

Schon um 1800 wurde auf dem Gebiet der Gublen Schieferkohle abgebaut. Während des 1. Weltkrieges verlagerte sich die Gewinnung des "schwarzen Goldes" zusätzlich auf die Gebiete Rütteli und Loch. Durch den 2. Weltkrieg wurde das Brennmaterial erneut knapp. Die Suche nach neuen Schieferkohlebeständen blieb jedoch ohne Erfolg. Die damals üblichen Werkzeuge sind im Ortsmuseum ausgestellt.


Rickenbahn

Von 1904 bis 1910 wurde die SBB-Linie Kaltbrunn-Wattwil gebaut. Das Herzstück bildete der 8603m lange Rickentunnel. Der Ausbruch wurde ausschliesslich von Fremdarbeitern vorgenommen. Da viele von ihnen mit der Familie hier wohnten, konnte sogar eine eigene Schule eingerichtet und eigene Gottesdienste gefeiert werden.

Der Anschluss an das Bahnnetz brachte der Bevölkerung bedeutende Veränderungen. So konnten Geschäftsleute neue Beziehungen knüpfen, Arbeitnehmer bequemer ausserhalb des Dorfes arbeiten und Reiselustige neue Routen entdecken.


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