Auslagerung Kontrolltätigkeiten "Pufferstreifen und Schleppschlauchpflicht"

von Editor Gemeinde - Eveline

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben des Umwelt- und Gewässerschutzes dürfen auf dem Kulturland ausgebrachte Dünger und Pflanzenschutzmittel nicht in benachbarte Hecken, Feld-  oder Ufergehölze, Feuchtgebiete, Wälder oder Gewässer gelangen, weil damit das Ökosystem gefährdet würde.
Ab dem 1. Januar 2024 müssen die Ganzjahresbetriebe Gülle und flüssige Vergärungsprodukte auf landwirtschaftlichen Nutzflächen (LN) mit einer Hangneigung bis 18 Prozent mit emissionsmindernden Verfahren ausbringen. Als emissionsmindernde Verfahren gelten die bandförmige Ausbringung mit Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteilern sowie das Schlitzdrillverfahren mit offenem oder geschlossenem Schlitz. Unter das Obligatorium «Schleppschlauchpflicht» fallen jene Betriebe, welche insgesamt drei oder mehr Hektaren dieser Flächen aufweisen.
Die Kontrolle der Pufferstreifen sowie der Einhaltung der Schleppschlauchpflicht obliegt im Kanton St. Gallen den Politischen Gemeinden. Bisher wurde die Kontrolle der Pufferstreifen durch Gemeinderat Ruedi Gmür wahrgenommen. Am 6. November 2023 hat er diese Kontrollfunktion gleichzeitig mit dem Rücktritt als Gemeinderat abgegeben. Sein Einsatz wird herzlich verdankt.
Damit diese anspruchsvollen Prüfungen weiterhin mit dem nötigen Fachwissen kompetent und vorschriftsgemäss stattfinden, müssen diese Kontrollaufgaben betreffend Pufferstreifen und Schleppschlauchpflicht ausgelagert werden.
Mit der KUT AG aus Flawil konnte ein sehr erfahrener und verlässlicher Vertragspartner gefunden werden, welcher diese Aufgaben rückwirkend ab 1. Januar 2024 für die Politische Gemeinde Kaltbrunn und bereits für eine stattliche Anzahl anderer Gemeinden ausführt.

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