Jahresrechnung 2022

Die Jahresrechnung 2022 der Gemeinde Kaltbrunn schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 1,7 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von CHF 426'000. Das gute Ergebnis täuscht aber auf den ersten Blick. Rund CHF 2'055'000 stammen aus einer buchhalterischen Wertberichtigung der 26 Alterswohnungen. Von den gut 2 Millionen Franken wurden gemäss Fondsreglement 1,1 Millionen Franken in die Reserve Ausgleich Wertschwankungen Finanzvermögen eingelegt. Der Nettomehrertrag aus der Wertberichtigung beträgt somit rund CHF 949'000. Die Investitionen lagen im vergangenen Jahr mit 2,25 Millionen rund CHF 900'000 unter dem Budget. Der erfreuliche Ertragsüberschuss soll unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Bürgerschaft zur Bildung einer Vorfinanzierung für die Erweiterung des Schulhauses Sonnenbüel verwendet werden. Der zukünftig wachsende Abschreibungsbedarf im Schulbereich wird damit teilweise kompensiert.

Alterszentrum Sonnhalde

Die Rechnung 2022 des Alterszentrums schliesst mit einem Gewinn von rund CHF 24'000 leicht unter dem budgetierten Gewinn von CHF 55'460. Auf der Ertragsseite konnten die optimistisch prognostizierten Pensions- und Pflegetaxen nicht erreicht werden. Für das Jahr 2023 ist hauptsächlich aufgrund des höheren Personal- und Zinsaufwandes ein Verlust von rund CHF 75'000 budgetiert. Die Abläufe im erweiterten Betrieb werden sich weiter einspielen. Der Gemeinderat strebt weiterhin einen kostendeckenden Betrieb an.

Budget 2023

Der Gemeinderat schlägt der Bürgerschaft für das Jahr 2023 einen unveränderten Steuerfuss von 106 Prozent vor und budgetiert einen Aufwandüberschuss von CHF 816'900. Die markante Abweichung zur Rechnung 2022 ist hauptsächlich auf geringere Erträge aus dem Finanzausgleich (–CHF 500'000), wegfallende Einnahmen aus Baulandverkäufen (–CHF 800'000) und die ausserordentliche Wertberichtigung der Alterswohnungen (unter Berücksichtigung der Fondseinlage –CHF 950'000.) zurückzuführen. Die aufzulösende Vorfinanzierung «Dorfkerngestaltung» (Ertrag einmalig CHF 800'000) wirkt sich positiv auf das Budget aus und hilft, die zu erwartenden Mehrausgaben in der Verwaltung und im Bildungsbereich, im Sozialbereich, im Verkehr sowie beim Abschreibungs- und Zinsaufwand abzufedern. Dank einer vorausschauenden Finanzplanung und gesunden Reserven kann der tiefe Steuerfuss auch in den nächsten Jahren gehalten werden.